MOPO Hamburg: Autofreie City in Hamburg – Hier dürfen ab morgen nur noch Räder fahren - Falko Droßmann

Falko Droßmann

MOPO Hamburg: Autofreie City in Hamburg – Hier dürfen ab morgen nur noch Räder fahren

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Altstadt – Autos raus aus der Innenstadt: Von August bis Oktober wird die City für drei Monate autofrei. Fast jedenfalls. Denn das Modellprojekt „Fußgängerfreundliches Rathausquartier“ ist im Zuge der Planung deutlich abgespeckt worden. Statt acht werden nur noch zwei Straßenzüge für Autos gesperrt. Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD) verteidigt die abgespeckte Version gegenüber der MOPO.

Dabei geht es um die Kleine Johannisstraße und einen Teil der Schauenburger Straße östlich des Rathauses. Jeweils von elf bis 23 Uhr dürfen nur noch Fußgänger und Radfahrer die kleinen Straßen im Rathausquartier nutzen. Ursprünglich sollte das Projekt die Straßen Neß, Neue Burg, Trostbrücke, Schauenburgerstraße, Große Bäckerstraße, Kleine Johannisstraße, Börsenbrücke und Dornbusch umfassen.

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann verteidigt abgespeckte Version

Laut Bezirksamtsleiter Falko Droßmann fehlen jetzt nur noch Details hinsichtlich der konkreten Nutzung der Straßen und weiteren Flächen. „Was wir nicht wollen, das sind einfach nur Tische und Stühle von den Gastronomen auf den Straßen“, so Droßmann.

Der Bezirksamtsleiter verteidigt gegenüber der MOPO die abgespeckte Version des Projektes. „So viel kleiner wird das ja gar nicht“, sagt er. „Das ist jetzt ein Testballon. Wenn es gut angenommen wird, dann könnte das im nächsten Jahr auch ausgedehnt werden.“ Gegen die größere Sperrung von Straßen hätten zudem auch die Kosten gesprochen. Man hätte viel mehr Personal gebraucht, das für Rettungs-Einsätze bereitsteht, um Absperrungen zu öffnen.

Geschäftstreibende hatten Bedenken gegen autofreie City

Liege das Nutzungskonzept der Initiatoren von „Altstadt für alle“ vor, so könne das Projekt in wenigen Wochen starten. Ursprünglich wollten die Initiatoren bereits im Juni starten, doch dann kam der Gang durch die Institutionen.

Zu der drastischen Reduzierung der autofreien Straßen von acht auf zwei kam es durch massive Proteste gegen die Pläne für ein fußgängerfreundliches Rathausquartier. Die CDU sprach sich dagegen aus, weil sie Probleme für die Erreichbarkeit der Läden vor Ort sah. Auch das City Managment war skeptisch. Bei einer Umfrage unter anliegenden Geschäften gingen 25 Prozent der Befragten davon aus, dass der Umsatz leiden würde. 70 Prozent fürchteten keine Änderungen. Fünf Prozent glaubten sogar an eine Umsatzsteigerung.

SPD und Grünen von Anfang an für das Projekt

Die Initiatoren von „Altstadt für alle“ betonen, dass es ihnen nicht darum geht, diese Straßen jetzt auf Dauer für den Verkehr sperren zu lassen. Vielmehr solle durch solche Projekte getestet werden, wie die Innenstadt nach Geschäftsschluss und am Wochenende belebt werden könnte. SPD und Grüne haben das Konzept von Anfang an unterstützt. Ihre Bedingung war aber, dass der freiwerdende Verkehrsraum kreativ genutzt wird und es nicht einfach nur Sperrungen gibt.

Quelle: Mopo Hamburg, 31.07.2019, hier.

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